Goäßäfäscht

Vorgeschichte des Festes

Östlich der beiden Sportplätze des SV Unadingen befindet sich ein Wohngebiet, weshalb zwei große Lärmschutzwälle die Anwohner vor akustischen Belästigungen schützen. Aber das Mähen dieser grasbewachsenen Wälle hat sich aufgrund ihrer Steilheit als großes Problem erwiesen.
Guter Rat war teuer. Doch die AH-Abteilung kam auf eine geniale und auch noch tier- und umweltfreundliche  Idee: Ziegen könnten doch die Arbeit übernehmen! Gesagt, getan!
So schaffte man sich eine kleine Herde Ziegen plus stattlichem Ziegenbock an. In Eigenarbeit wurde den emsigen „Grasmähern“ noch eine Behausung in Form eines Wagens auf Rädern gezimmert. Dort versammelt sich die Herde nachts und bei Regen, um Unterschlupf zu suchen. Die Wälle wurden natürlich eingezäunt, um die Tiere stets beisammen zu halten.  Und so fressen die Tiere die Wälle den ganzen Sommer über ab.
Die Geißen müssen gehegt und gepflegt werden. Unsere zwei AH-Mitglieder Philipp Straub und Roland Marx haben diesen Job fachmännisch übernommen.Die kalte Jahreszeit verbringen die Tiere in den Stallungen von Roland Marx.  Jeden Frühling je nach Wetterlage werden die Tiere von dort zu ihrem Sommerquartier auf die Wälle gebracht. Das ist der alljährliche „Goäßäauftrieb“, der besonders bei den Kindern großen Anklang findet .Und irgendwann entstand die Idee, jeden ersten Samstag im September zu Ehren der fleißigen Helfer ein kleines Fest im Freien zu veranstalten. Dieses Fest bekam den  Namen Goäßäfescht. Es findet auf dem Sportgelände des SV Unadingen statt.Die Gäste werden in gewohnter Manier bewirtet. Zusätzlich gibt es Produkte wie Ziegenkäse oder Ziegenwurst zum Verköstigen und Kaufen. Für die Kinder wird ein Streichelzoo und eine Fahrt auf dem Pferdewagen durch das Dorf angeboten. Wer selber kleine Haustiere wie Meerschweinchen, Kaninchen etc. besitzt, kann diese mitbringen und in den kleinen Gehegen aussetzen.
Eine musikalische Umrahmung fehlt ebenso wenig wie ein kleines Programm zur Unterhaltung der Gäste.

Das Fest hat sich mittlerweile in Unadingen bestens etabliert. Es bietet der Bevölkerung eine Möglichkeit, ungezwungen einen schönen Spätsommertag in vertrauter Atmosphäre zu verbringen.

Seit 2012 haben wir keine eigenen Geißen mehr. Die Haltung und Pflege der Tiere war auf die Dauer zu zeitaufwendig. Seither werden die Lärmschutzwälle mit einem Mulchgerät der Stadt Löffingen gepflegt.
Am Goäßäfescht wollen wir trotzdem festhalten.

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